Neue Zölle könnten den Solarmarkt umgestalten und die Unsicherheit für US-Projekte erhöhen
Bundeshandelsbeamte haben neue, drastische Zölle auf Solarkomponenten aus Südostasien festgelegt und damit eine einjährige Untersuchung zu Vorwürfen unfairer Preisgestaltung und Subventionen bei chinesisch kontrollierten Herstellern abgeschlossen.
Laut The Hill richtet sich die Entscheidung gegen Unternehmen in Malaysia, Kambodscha, Thailand und Vietnam – Länder, die in den letzten Jahren den Großteil der in die USA importierten Solarprodukte geliefert haben.
Die neu angekündigten Zölle variieren stark je nach Unternehmen und Land, einige liegen über 300 %.
Diese endgültigen Abgaben sind im Allgemeinen höher als frühere Schätzungen und spiegeln kombinierte Strafmaßnahmen wegen Dumpings und Subventionen wider. Hersteller, die sich weigerten, mit der Bundesuntersuchung zusammenzuarbeiten, sehen sich nun den höchsten Zolltarifen gegenüber.
Die US-Handelskommission (ITC) muss im Juni eine endgültige Entscheidung treffen, die bestätigt, dass die Importe den heimischen Herstellern geschadet haben, bevor Bundesbeamte die Zölle durchsetzen können. Wenn die ITC die Feststellung genehmigt, werden die Zölle eine Lieferkette umgestalten, die im vergangenen Jahr mehr als 10 Milliarden US-Dollar an Solarimporten in die USA ausmachte.
Befürworter der Maßnahme, angeführt von US-amerikanischen Herstellern, argumentieren, dass der Schritt notwendig sei, um inländische Investitionen zu schützen und Marktverzerrungen durch stark subventionierte ausländische Produktion einzudämmen.
Gegner, darunter Solarentwickler und Installateure, warnen, dass höhere Preise Projektzeitpläne verlangsamen, Margen drücken und die Kosten für Montagebetriebe in den USA erhöhen könnten, die weiterhin auf importierte Solarzellen angewiesen sind.
Für Maryland könnte das Ergebnis die Verfügbarkeit und Kosten von Solarprodukten zu einem kritischen Zeitpunkt beeinflussen. Nach dem Erneuerbare-Energien-Portfolio-Standard von Maryland müssen bis 2030 52,5 % des Stromverkaufs des Bundesstaates aus erneuerbaren Energiequellen stammen, darunter ein spezifischer Solaranteil von 14,5 %.
Verzögerungen bei der Materialbeschaffung oder steigende Kosten durch neue Zölle könnten diese Bemühungen stören, da das knappe Angebot an kostengünstigen Solarmodulen zu Verzögerungen oder überarbeiteten Beschaffungsstrategien für Energieinitiativen im öffentlichen Sektor führen könnte.
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